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Die Faszien und die Genetik

Im allgemeinen muss man als Personal Trainer selbstverständlich selber so fit wie möglich sein.

Aber natürlich sind auch wir nur Menschen und haben unsere persönlichen Defizite.

In meinem Fall ist es die allgemeine Beweglichkeit.

Ich bin ein Wikinger.

 

Womit wir auch schon beim Thema wären-

die zwei Körpertypen in der Faszienlehre:

 

Grundsätzlich wird in der Faszienlehre unterschieden zwischen "Schlangenmenschen" und "Wikingern".

 

Die folgende Beschreibung dieser zwei Typen ist der jeweilige Extremfall und heutzutage haben sich die Eigenschaften meistens vermischt.

 

 

Die Schlangenmenschen:

 

Diese Menschen sind von Natur aus sehr beweglich und haben geschmeidige Strukturen.

 

Genetisch kommen diese Typen eher aus einem tropischen Klima, wo geschmeidige Beweglichkeit, Lautlosigkeit und Wendigkeit überlebenswichtig waren.

 

Wenn Sie mühelos mit den Fingern ihre Zehen berühren, in eine weite Grätsche gehen und den kleinen Finger mehr als 90° zurück biegen können, sind sie eher ein Schlangenmensch.

 

Bewegt sich dieser Bindegewebstyp nicht ausreichend, wird das ohnehin schon weiche Gewebe noch elastischer und es drohen Bandscheibenvorfälle, Cellulite und allgemeine Kraftlosigkeit.

 

Der Fokus sollte mehr auf Krafttraining liegen, als auf Stretching.

 

Im Normallfall reichen 2- 3 Krafteinheiten pro Woche á 30 Minuten aus, ich empfehle einen Trainingsplan mit einem Profi auszuarbeiten, um die schwächsten Stellen gezielt zu stärken und den korrekten Übungsablauf zu trainieren.

 

Auf jeden Fall kommt der Schlangenmensch mit vergleichsweise wenig Zeitaufwand zum Ziel des ausgewogenen Kraft- und Beweglichkeits- Verhältnisses.

 

Der Wikinger:

Kraftvoll, stabil und unbeweglich- das sind typische Merkmale des Wikingers.

 

Die Vorfahren des Wikingers kommen eher aus arktischen Gegenden- hier war es vor allem wichtig, robust und widerstandsfähig zu sein.

 

Solche Menschen (also auch ich) sind stark, leiden aber schnell unter Verspannungsschmerzen.

 

Allgemein fällt es dem Wikinger schwer, mit den Fingern den Boden zu berühren und auch sonst versteifen die Gelenke schnell, was gerade im Alter zu einer eingeschränkten Beweglichkeit führen kann.

 

Für uns Wikinger ist das Thema "Mobility Training" sehr wichtig und wir                                                                                                                                                                  sollten so oft wie möglich dehnen und  an unserer Gelenkigkeit arbeiten.

 

Dynamisches Stretching, Yoga und Mobility- Übungen sind hier sinnvoll und sollten in die Trainingseinheiten eingebaut werden.

 

Oft sind die Gewebestrukturen und die Faszien verhärtet, weswegen eine regelmäßige Entgiftung sinnvoll sein kann.

Wie oben schon erwähnt, haben sich Schlangenmenschen und Wikinger über die Jahrtausende vermischt und die meisten Menschen werden sich irgendwo in der Mitte wiederfinden. 

 

Auch wenn Sie momentan keine Beschwerden haben,  raten ich ihnen, sich 2-3 mal pro Woche 10 Minuten Zeit für ihre Faszien zu nehmen-

damit sie noch lange schmerzfrei und beweglich bleiben.

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