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Biohacking- optimiere dich selbst

Benötigte Lesezeit: ca. 3,5 Minuten

Der ein oder andere hat vielleicht schon davon gehört: Biohacking.

 

Was aber ist unter Biohacking zu verstehen und wofür ist es gut?

  1. Was ist Biohacking?
  2. Wie funktioniert Biohacking?
  3. Foodhacking
  4. Bodyhacking
  5. Mindhacking
  6. Fazit

1. Was ist Biohacking?

 

Den Begriff Hacker verbinden wohl die meisten von uns mit Computern und hochspezialisierten Technikfreaks, die wissen, wie sie Hindernisse überwinden und in komplexe Systeme gelangen können, um diese zu verändern.

 

Was aber könnte komplexer sein als das menschliche System?

 

Egal ob wir von körperlichen oder mentalen Vorgängen reden, ist es immer wieder faszinierend zu sehen, wie sensibel einzelne Bausteine auf kleinste Veränderungen reagieren- und welche Auswirkungen äußerliche Einflüsse auf unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit haben.

 

Und genau das tun Biohacker:

Sie verändern die äußere Umgebung und Bedingungen um die mentale und körperliche Leistungsfähigkeit zu optimieren.

 

Egal, ob es um Computer oder den menschlichen Körper geht- zuerst muss man verstehen, wie ein System funktioniert, um es dann verändern zu können.

 

Wird die Tätigkeit von Computerhackern oft als destruktiv empfunden, geht es dem Biohacker um das genaue Gegenteil: 

Das menschliche System in puncto Leistungsfähigkeit, mentaler Stärke und seelischer Ausgeglichenheit signifikant zu verbessern.

2. Wie funktioniert Biohacking?

 

Grundsätzlich fällt alles, was man bewusst tut, um sich entspannter, konzentrierter oder leistungsfähiger zu fühlen, unter den Begriff Biohacking.

 

Hier ein paar Beispiele für Biohacking aus dem Alltag:

  • Kaffee am Morgen um sich wacher zu fühlen
  • Kaltes Abduschen für ein starkes Immunsystem
  • Ein entspannendes Bad um nach nach einem stressigen Arbeitstag abzuschalten
  • Die tägliche Portion Obst um gesund zu bleiben
  • Regelmäßige Sporteinheiten um fit zu bleiben

Im Prinzip sind wir alle schon kleine Biohacker, denn jeder von uns tut etwas um sich besser zu fühlen, und sei es nur die Tafel Schokolade, um den Bürostress zu kompensieren.

 

Aber das geht natürlich noch besser...

 Die drei Säulen des Biohackings

 

Um das menschliche Selbst zu optimieren und körperlich und mental neue Ebenen zu erreichen, drehen Biohacker an drei Stellschrauben:

  •  Foodhacking
  • Bodyhacking
  • Mindhacking

3. Foodhacking

 

Beim Foodhacking werden mittels gesunder Lebensmittel und Supplementierung die körpereigenen Stoffwechselvorgänge verbessert, Krankheiten vorgebeugt und die Leistungsfähigkeit gesteigert.

Foodhacking sieht Nahrung als Treibstoff-

mit gutem Treibstoff kann man lange und mit guter Motorenleistung fahren,

schlechter Treibstoff schädigt den Motor und reduziert die Leistungsfähigkeit.

 

Foodhacker achten also darauf, dass ihre Mahlzeiten alle essentiellen Nährstoffe beinhalten,

supplimentieren bei Bedarf und vermeiden Zucker, künstliche Zusatzstoffe und schlechte Fette.

 

Auch Ernährungsmethoden wie Ketose und intermittierendes Fasten sind äußerst beliebt unter Foodhackern, da sie die Körperwerte, die Konzentrationsfähigkeit und  das allgemeine Wohlbefinden sehr verbessern.

 

Achtest du auf regionale und saisonale Zutaten, kaufst gerne bio und ernährst dich nach dem Clean-Eating Prinzip? Dann bist du bereits ein Foodhacker.

 

Was aber macht dich zum Bodyhacker?

4. Bodyhacking

 

Die eigentliche Definition für Bodyhacking lautet folgendermaßen:

 

"Beim Bodyhacking greift man invasiv oder nichtinvasiv in den tierischen oder menschlichen Körper ein, oft im Sinne des Animal bzw. Human Enhancement und zuweilen mit der Ideologie des Transhumanismus. Es geht um die physische und psychische Umwandlung, und es kann daraus der tierische oder menschliche Cyborg resultieren."                        Prof.Dr. Oliver Bendel

Gerade in den USA, China und Russland gibt es tatsächlich einige Biohacker, die sich Chips unter die Haut transplantieren lassen, um so z.B. Türen öffnen zu können und ähnliche (mehr oder weniger sinnvolle) Scherze.

 

Den meisten Menschen, die sich mit dem Thema Selbstoptimierung beschäftigen, geht es aber einfach darum, den Körper stärker und wiederstandsfähiger zu machen.

 

Das wird natürlich zum einen mit einem gut durchdachten Training erreicht, dass die Ausdauer verbessert und die Muskeln wachsen lässt.

 

Sehr beliebt unter Biohackern ist es, nach der HIIT- Methode zu trainieren, also wenige Sekunden maximale Belastung und danach längere Zeit aktive Erholung.

Wie die HIIT- Methode im Ausdauertraining funktioniert, habe ich hier beschrieben.

 

Aber man kann noch mehr tun, hier nur ein paar Beispiele:

  • Kalte Thermogenese (Fachbegriff für kalt duschen) hier der Link zu einem sehr informativen Artikel von den Kollegen.
  • Schlafqualität verbessern, z.B. durch spezielle Blaulichtfilter, die die Melatoninversorgung (Schlafhormon) nicht hemmen.
  • Atemübungen für Konzentration, Entspannung, Stressabbau, etc. (hier nur ein Link von vielen)
  •  Stimulierung der Zellenergie durch das Nutzen einer Tageslicht- und/oder Infrarotlampe für die VitaminD Produktion.

Kommen wir nun zum Mindhacking.

 

4. Mindhacking

 

Wie der Name schon vermuten lässt, geht es hier ums Gehirn und die Verbesserung von Gewohnheiten, Denkleistung und Fokus.

 

Die Methoden und Strategien sind ebenso zahlreich wie die Verknüpfungen unserer Synapsen.

Im Folgenden möchte ich einen kurzen Überblick über die 3 Methoden geben, die für mich am Besten funktionieren.

 

  • Die Pomodoro- Methode für effektives Arbeiten:                                                                                                                                                                                                   Du stellst deinen Wecker auf 25 Minuten. in diesen 25 Minuten konzentrierst du dich komplett auf eine Aufgabe.                                                  Klingt sehr simpel, ist auch simpel, aber vor allem sehr effektiv!
  • Mache dir deine Defizite per Verhaltenstracking bewusst:                                                                                                                                                                                  Du möchtest abnehmen, oder dich gesünder ernähren? Dann fotografiere für mindestens eine Woche jede deiner Mahlzeiten- Studien haben gezeigt, dass Menschen, die ihr Essen visualisieren, automatisch gesünder und weniger essen.
  • Trainiere deine Achtsamkeit:                                                                                                                                                                                                                                                        Baue kleine, bewusste Momente der Achtsamkeit in deinen Alltag ein. Ein bewusstes Mittagessen ohne ins Handy zu schauen, ein 20minütiger Spaziergang nach einem langen Arbeitstag, 5 Minuten ausrollen auf einer Faszienrolle, etc.- du wirst erstaunt sein, wie sich dein Fokus wieder auf das Wesentliche richten wird.

5. Fazit

 

Bewusstes Biohacking kann tatsächlich den Weg zu einem neuen Ich eröffnen- wenn man bereit ist, sich mit den Thema gründlich auseinander zu setzen, Sachen auszuprobieren und sich selbst besser kennen zu lernen.

 

Geht man diesen Weg und investiert die Zeit, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich für Körper und Geist neue Dimensionen eröffnen werden.

 

Es erfordert einiges an Wissen, Disziplin, Neugier und Mut, sich mit sich selbst zu beschäftigen, Fehler einzugestehen, an sich zu arbeiten und sich selbst zu einer besseren Version zu machen-

aber die Zufriedenheit, die Stärke und das umfassende Wohlbefinden, die erreicht werden können, sind es meiner persönlichen Meinung nach auf alle Fälle wert, sich mit diesem Thema näher zu beschäftigen.

 

                                                                                                                                                                                                              Eure Alissa Schenkel

 

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