· 

Tipps für einen gesunden Büroalltag

Benötigte Lesezeit: ca. 2,5 Minuten

Tatsache ist, dass die einzige Bewegung für die unser Körper nicht gemacht ist, das lange Sitzen ist.

So ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen an Verspannungen oder chronischen Rückenschmerzen leiden.

Zuerst einmal möchte ich mit ein paar Keyfacts anfangen, die ihr vielleicht noch nicht kennt:                                                                                      

 

Keyfact 1#

 30 Prozent aller Ausfälle in Büros (pro Patient bis zu 24 Tage im Jahr) gehen auf Rückenschmerzen zurück.

 

Keyfact 2#

Noch in den Fünfziger Jahren gab es nur eine Berufsgruppe, die unter Rückenschmerzen bis hin zu Bandscheibenvorfällen gelitten hat:

Die Bus- und Lkw- Fahrer.

Damals gab es weder Computer noch Internet und so mussten die Büroangestellten für jeden Ordner und für jede Kopie extra aufstehen, sich bücken und sich strecken.

 

Keyfact 3#

 Durch das ständige Zusammenstauchen der Wirbelkörper  im Sitzen werden die Bandscheiben etwa 1 ½ Mal so viel belastet wie im Stehen.

 

Keyfact 4#

Schon nach 20 Minuten Sitzen sind die Bandscheiben mit Nährstoffen und Flüssigkeit unterversorgt und verlieren an Volumen und Elastizität.

 

Keyfact 5#

2 Minuten Bewegung pro Stunde genügen für einen schmerzfreien Büroalltag.

 

Hier ein paar Tipps für einen entspannten Büroallatag:

 

Ausreichend trinken

  • ca. 1,5 l während eines achtstündigen Arbeitstages, wirkt Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten entgegen.
  • Wer das Trinken gerne vergisst, kann sich einfach für jede Stunde eine Erinnerungsfunktion oder einen Wecker stellen.
  • Pro Stunde sind ca. 0,2 l ausreichend.

Leicht und gesund Essen

  • Als Zwischensnacks lieber Gesundes wie Äpfel, Bananen, Rohkost und Nüsse wählen-                                                                                                                                            wenn es doch etwas Süßes sein muss, bei Schokolade auf einen hohen Kakaoanteil achten und bei Gummibärchen lieber auf zuckerfreie Alternativen umschwenken. Generell gilt: Die Menge macht das Gift!
  • Schnitzel mit Rahmsoße oder Pasta mit extra Käse ist zwar lecker, liegt aber auch im Magen und raubt beim Verdauungsprozess viel Energie- lieber bei Salaten oder Fisch/Fleisch mit Gemüsebeilage bleiben.

Haltung zeigen

  • Die Beine nicht übereinander schlagen. Denn dann werden Sehnen, Bänder und Nerven gequetscht und das Blut kann nicht flüssig zirkulieren. Die Folgen: Kribbelnde oder eingeschlafene Beine und Füße.
  • Außerdem gerät das Becken in Schieflage, was sich auf Dauer negativ auf die Wirbelsäule und Rücken auswirkt.
  • Lieber die Wirbelsäule gerade machen und sich „an einem Faden nach oben ziehen“
  • Auf einen „langen“ Hals achten. Also die Schultern bewusst nach unten ziehen und den Kopf nach hinten drücken.
  • Eine weit verbreitete Angewohnheit ist es, das Telefon zwischen Schulter und Ohr zu klemmen, während man andere Sachen macht – kurzfristige Nackenverspannungen und langfristige Haltungsschäden können die Folge sein.
  • Wer häufig telefoniert, sollte den Lautsprecher einschalten oder eine Freisprechanlage benutzen.
  • Schulter- und Nackenverspannungen werden häufig ausgelöst durch eine ungünstige Haltung der Arme. Am besten ist es, die Tastatur so zu platzieren, dass die Unterarme entspannt auf dem Tisch abgelegt werden können.
  • Versuchen Sie, die Handgelenke gerade und stabil zu halten und nicht abzuknicken!                                                                                                                   So entlasten Sie ihre Brustwirbelsäule und die Schultern können sich entspannen.
  • Wer nur ab und zu telefoniert: Für jedes Telefonat aufstehen!

 Mobilisation und Dehnung (die berühmten 2 Minuten pro Stunde)

  • Wirbelsäule rund (Buckel) machen und wieder durchstrecken (Hohlkreuz). 
  •  Den Kopf so weit wie möglich drehen, den Oberkörper mitnehmen und die Brustwirbelsäule nach links und rechts rotieren.
  • Hände hinter dem Rücken, auf Höhe des Pos, verschränken und Arme so weit durchstrecken, dass die Schulterblätter komplett zusammen ziehen.
  • Arme auf Brusthöhe nehmen und nach hinten aufmachen, so dass die Handrücken nach außen zeigen und die Schulterblätter zusammen ziehen.
  • Hand auf Brusthöhe gegen eine Wand oder einen Türrahmen stemmen, Körper wegdrehen und so den Brustmuskel für ein paar Sekunden aufdehnen.
  • Schultern nach vorne und hinten kreisen.
  • Handgelenke nach links und rechts kreisen
  • Finger nach hinten aufdehnen.

Fazit:

 

Unser Körper ist zwar für langes Sitzen nicht konzipiert, verzeiht aber lange sehr viel.

Trotzdem schleichen sich über die Jahre viele kleine Fehlhaltungen ein, die der Körper dann irgendwann nicht mehr kompensieren kann.

Ein Bandscheibenvorfall kommt nicht plötzlich aus den Nichts, sondern baut sich jahrelang auf- häufig werden die Warnsignale aber ignoriert, oder mit Spritzen ruhig gestellt.

 

Ein wenig Bewegung und Achtsamkeit- mehr verlangt unser Körper gar nicht, um uns lange schmerzfrei in unserem Alltag zu halten und zu stützen- gönnen wir ihm diese kleine Aufmerksamkeit.

                                                                                                                                                                                                                                  Eure Alissa Schenkel

Kommentar schreiben

Kommentare: 0