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MSM- schwefel dich gesund

Benötigte Lesezeit: ca. 3 Minuten

1. was ist Schwefel?

2. Wofür brauchen wir Schwefel?

3. Überdosierung und Nebenwirkungen von MSM

4. Wo ist Schwefel drin?

Hast du schon mal von Schwefel gehört?

Wahrscheinlich- das ist doch das Zeug, das so stinkt, aber so gut für die Haut ist, oder?

 

Stimmt- aber Schwefel kann noch mehr.

 

 1. Was ist Schwefel?

Als MSM ( MSM ist eine Abkürzung für "Methylsulfonylmethan, sprich das schnell 3 mal hintereinander 😉) ist Schwefel eine organische Verbindung, die im menschlichen Körper eine Vielzahl an Funktionen unterstützt.

Tatsächlich besteht der menschliche Körper zwar nur aus 0,2 % Schwefel, trotzdem ist Schwefel lebenswichtig für uns.

 

2. Wofür brauchen wir Schwefel?

  • Ohne Schwefel kann der Körper den Stoff Glutathion  nicht ausreichend herstellen -> Glutathion ist ein wichtiges Antioxidans, das unsere Zellen schützt und das Immunsystem unterstützt.
  • Wir brauchen Schwefel um körpereigenes Eiweiss aufzubauen und aktive Enzyme zu bilden -> ohne Schwefel werden die gebildeten Enzyme und Eiweisse biologisch inaktiv.
  • Eine schwefelhaltige Aminosäure nennt sich Methionin und ist für den Transport des Spurenelements Selen zuständig -> Selen ist sehr wichtig für Gefässwände, Bindegewebe, Augen und die Immunabwehr.
  • MSM kann bei regelmäßiger Einnahme zur Verbesserung von Allergiesymptomen führen.  Mehrere medizinische Studien haben bestätigt, dass Pollenallergien, Nahrungmittelallerien und Staub- sowie Tierhaarallergien nach 7-14 Tagen regelmäßiger MSM- Einnahme besser wurden. 
  • Eine Wiederaufstockung des Schwefelhaushalts kann zu einer Steigerung des Energielevels führen.
  • Schwefel kann aktiv bei Arthrosebeschwerden helfen und die Schwerzen teils deutlich verringern.
  • MSM funktioniert als wichtiger Bestandteil der Gelenkschmiere -> chronischer Schwefelmangel kann also zu Gelenkbeschwerden und Abnutzungserscheinungen der Knorpel führen.
  • Bei Sportlern sorgt Schwefel für weniger Muskelschäden und eine schnellere Regeneration.
  • Schwefel sorgt für eine ausreichende Produktion von Elastin, Keratin und Kollagen- wichtig für Haut, Haare und Nägel.
  • MSM kurbelt den Stoffwechsel und die Vitamin B Produktion an- für mehr Energie und Tatendrang.
  • Auch bei Hautkrankheiten kann Schwefel (äußerlich angewendet) hilfreich sein (z.B. Rosacea).
  • Schwefel unterstützt die Leber bei der regelmäßigen Entgiftung.
  • MSM unterstützt aktiv bei verschiedenen Krebsarten- entsprechende Studienergebnisse haben Wissenschaftler dazu bewogen, MSM nachdrücklich bei allen Brustkrebsarten zu empfehlen.
  • MSM unterstützt die Wirkung von Vitaminen und Mineralstoffen -> da die Zellmembranen durchlässiger weden, können Nährstoffe besser aufgenommen und Abfallprodukte gründlicher rausgeschleust werden.
  • MSM verbessert die Magen- Darmfunktion und kann dabei helfen Magenprobleme, wie Blähungen oder Sodbrennen zu lindern.

So, ich denke, dass sind erstmal genügend Punkte, die für eine regelmäßige Einnahme von MSM sprechen. 

Wobei auch explizit darauf hingewiesen werden muss, dass die regelmäßige Einnahme von MSM diverse Symptome lindern kann, aber nicht alle Menschen gleich gut darauf ansprechen.

Es kann natürlich auch immer sein, dass die Beschwerden andere Ursachen haben und es sollte im Zweifelsfall immer ärztlicher Rat eingeholt werden.

Auch weisen die Studien verschiedener Ärzte und Wissenschaftler darauf hin, dass MSM  z. B. bei Krebserkrankungen sehr hilfreich sein könnte, die tatsächliche Wirksamkeit ist aber noch nicht hinreichend belegt worden.

 

 

                                                              (das ist das MSM-Pulver, das ich benutze)

 

3. Überdosierung und Nebenwirkungen von MSM

 

Die genaue Wirksamkeit von regelmäßigen MSM- Zugaben ist bislang zwar noch nicht wissenschaftlich belegt, aber es konnte bislang auch nicht nachgewiesen werden, dass zuviel MSM Schaden anrichtet.

 

Das liegt  auch an der dünnen Studienlage, da MSM bis heute sehr wenig erforscht ist.

 

In den USA hat die FDA (Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde) die tägliche Einnahme von bis zu 4,8 Gramm als unbedenklich eingestuft.

In Deutschland sind Mengen von bis zu 5,0 Gramm pro Tag zulässig, hier gilt MSM auch nicht als Arznei, sondern wird als Nahrungsergänzungsmittel verkauft.

 

Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt  aber Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Personen, die mit Cumarin-Antikoagulantien behandelt werden, vor dem Verzehr.

 

Allerdings konnten in Tierversuchen auch bei Verzehr von weit höheren Dosen keine Nebenwirkungen oder toxische Reaktionen festgestellt werden.

Gelangt MSM aber auf, Haut, Schleimhäute oder Augen, kann es zu Irritationen kommen.

 

Menschen haben in der Anfangsphasen einer MSM- Supplimentierung von einer Erstverschlechterung berichtet- Blähungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme können auftreten.

 

4. Wo ist Schwefel drin?

 

Zuerst einmal ist es wichtig zu wissen, dass wir Schwefel nicht selber herstellen können, sonder darauf angewiesen sind, genügend Schwefel von außen aufzunehmen.

 

Normalerweise wird der Tagesbedarf von 500 bis 1.000 Milligramm Schwefel über unsere Nahrung gedeckt.

Sehr gute Schwefellieferanten sind :

  • Raps
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Milch
  • Nüsse
  • Muscheln
  • Käse, vor allem Parmesan
  • Fisch
  • Fleisch
  • Eier

 

 Vor allem in eiweißhaltigen Lebensmitteln ist Schwefel enthalten, da die beiden Aminosäuren Cystin und Methionin schwefelhaltig sind.

 

Bei einer gesunden und ausgewogenen Lebens- und Ernährungsweise ist also kaum von Schwefelmangel auszugehen.

 

Fühlst du dich aber energielos, oder leidest an einer der oben beschriebenen Krankheiten oder Symptomen, kann es für dich interessant sein, MSM zu supplementieren.

 

Anfangen würde ich immer mit einer kleinen Dosis, wenn du merkst, dass es dir gut tut, kannst du die Dosis nach und nach erhöhen.

Am besten sprichst du die MSM-Supplementierung natürlich mit deinem Arzt ab (meiner hatte davon noch nie gehört).

 

Ich hoffe, dieser Artikel war interessant für dich, bei Fragen oder Anregungen schreibe mir gerne!

 

Mit gesundheitlichen Grüßen,

diene Alissa Schenkel

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Monika Bumann (Dienstag, 16 Juli 2019 17:37)

    Liebe Frau Schenkel,
    mir wurde MSM von einer Heilpraktikerin empfohlen und auf der Suche nach Informationen bin ich auf Ihre Seite gestoßen, die ich sehr interessant und hilfreich finde.
    Eine Frage habe ich aber: Sie schreiben, dass "in Deutschland Mengen von bis zu 50 Gramm pro Tag zulässig sind". Das kommt mir unglaublich viel vor, zumal in den USA angeblich nur bis zu 4,8 Gramm pro Tag als unbedenklich eingestuft werden.
    Kann es sein, dass sich da unbeabsichtigt ein Komma verabschiedet hat? Also 5,0 Gramm pro Tag?
    Über eine klärende Auskunft würde ich mich sehr freuen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Monika Bumann

  • #2

    Alissa Schenkel (Donnerstag, 18 Juli 2019 09:43)

    Hallo Monika, freut mich sehr, dass dir der Artikel weiterhilft. Du hast natürlich absolut Recht, das war ein Komma Fehler, ist schon behoben. Ich wünsche dir alles Gute und viel Gesundheit! Liebe Grüße, Alissa