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6 gesunde Zuckeralternativen

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Mittlerweile ist allgemein bekannt, dass herkömmlicher Haushaltszucker, in größeren Mengen zu sich genommen, schlecht für die Gesundheit ist.

Neben Karies und Übergewicht fördert der regelmäßige Verzehr u.a. Darmkrankheiten, Depressionen und Entzündungskrankheiten.

 

Es gibt aber für alle Naschkatzen einige gute Alternativen, die ich euch im Folgenden vorstellen möchte.

Bild von Pezibear auf Pixabay
Bild von Pezibear auf Pixabay

 

 Palm- oder Kokosblütenzucker:

 Kokosblütenzucker hat einen angenehm karamelligen Geschmack, enthält Eisen, Zink, kalium und Kalzium.

Da der glykämische Index dieses Palmzuckers sehr viel niedriger ist als bei raffiniertem Zucker ist er auch die bessere Wahl, um Fettleibigkeit und Diabetes vorzubeugen.

 

Für alle, die jetzt an die umweltfeindliche Palmöl- Industrie denkt, sei gesagt, dass die Arenga- Palme, aus der der Zucker hergestellt wird, einen regelmäßigen Austausch mit anderen Pflanzen benötigt, eine Haltung in Monokultur und den daraus resultierenden Umweltproblemen also gar nicht möglich ist. 

Honig:

 Honig, vor allem lokal und biologisch produzierte Sorten, hat für die menschliche Gesundheit viele Vorteile:

  • Honig enthält viele Antioxidantien, die gegen freie Radikale wirken und so die Zellen schützen.
  • Honig wirkt antibakteriell, was ihn zu einem natürlichen Antibiotikum macht.
  • Honig kann besonders gut und schnell verstoffwechselt werden, was ihn als Energie- und Kohlenhydratquelle für Sportler sehr interessant macht.
  • Regelmäßiger Verzehr von lokal produziertem Honig kann Heuschnupfen vorbeugen oder die Symptome deutlich mindern, da man ganzjährig geringe Pollenmengen zu sich nimmt und so das Immunsystem daran gewöhnt.

Birken zucker:

Dieser Zuckeralkohol ist auch als Xylit, Xucker oder Xylitol bekannt.

Birkenzucker ist in vielen Früchten und natürlich in Birkenholz enthalten.

Das Besondere an Birkenzucker ist die antikariogene Wirkung, Birkenzucker hilft also paradoxerweise Karies zu vermeiden.

Sehr zu empfehlen für die Mundhygiene ist es, nach dem Essen einen Zahnpflegekaugummi mit Xylit zu kauen.

In der Küche kann man Xucker wie normalen Kristallzucker verwenden, er hat ungefähr die gleiche Süßkraft, dabei aber nur ca. 60% der Kalorien.

Birkenzucker kann man in fast allen Bioläden und Supermärkten kaufen, wobei mittlerweile viele Anbieter "Birkenzucker" aus genmanipuliertem Mais herstellen- echten Birkenzucker aus Holz extrahiert findet man am ehesten online.

Zuckerrohrmelasse:

Dieses alternative Süßungsmttel ist in Deutschland noch eher unbekannt, bislang wird es viel in Viehfutter beigemischt, obwohl es auch für den Menschen ernährungstechnisch sehr interessant ist.

Zuckerrohrmelasse ist eigentlich ein Abfallprodukt, dass bei der Zuckerherstellung aus Zuckerrohr entsteht.

Bei diesem Herstellungsverfahren werden fast alle wertvollen Nährstoffe aus dem Zuckerrohr entfernt und verbleiben in der Melasse. (Weswegen Zucker aus Zuckerrohr in diesem Artikel auch keine Erwähnung findet)

 

Zuckerrohrmelasse enthält also große Mengen an:

  • Vitamin B
  • Magnesium
  • Selen
  • Kalzium
  • Kalium
  • Eisen

Das macht fast alle für den menschlichen Organismus notwendigen Nährstoffe aus und somit ist die Zuckerrohrmelasse die Königin der Zuckeralternativen.

 

Es werden verschiedene Melassearten gehandelt, aber die Zuckerrohrmelasse ist nachweislich die qualitativ hochwertigste.

Am ehesten findet man Zuckerrohrmelasse in Bioqualität online, viele Läden führen diesen Zuckerersatz (noch) nicht.

Agavendicksaft

Dieses flüssige Süßungsmittel wird in Mexico aus dem Nektar der Agave hergestellt und enthält vor allem Fructose (ca. 80%) und Glucose.

Agavendicksaft ist mittlerweile in allen Super- und Biomärkten zu finden und ist im Vergleich zu anderen Zuckerersatzstoffen recht preiswert.

 

Je heller der Sirup, desto neutraler ist der Geschmack. Dunkler Sirup hat eine karamellige Note.

Vorteile von Agavendicksaft

  • Im Vergleich zu normalen Zucker enthält Agavendicksaft Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe und Spurenelemente (abhängig von Anbau und Verarbeitung)
  • Er enthält eine 1,4 mal höhere Süßkraft 
  • Agavendicksaft hat weniger Kalorien (100 g Agavendicksaft: 310 kcal / 100 g Zucker: 387 kcal)
  • Er ist besonders gut löslich und deshalb besonders gut geeignet um Flüssige Speisen und Getränke zu süßen.

Nachteile von Agavendicksaft

  • Die große Nachfrage führt zu Monokolturen in Mexico, die Verarbeitung und die langen Transportwege stehen einem nachhaltigem Produkt entgegen.
  • Agavendicksaft enthält viel Fructose, was ihn für Personen mit Fructose- Intoleranz ungeeignet macht.
  • Zuviel Fructose kann sich negativ auf den Stoffwechsel auswirken und die Entstehung  von Herz- Kreislauferkrankungen und Diabetes begünstigen.

Ahornsirup:

Ahornsirup zu Pancakes ist ein absoluter Klassiker, den wohl jeder kennt.

 

Generell enthält Ahornsirup viele Mineralien und Vitamine, z.B:

  • Kalium und Kalzium
  • Eisen und Magnesium
  • Phosphor und Mangan
  • Folsäure und Biotin
  • Vitamine B2, B5, B6

Wobei zu sagen ist, dass die dunklere "Typ B" Sorte mehr Inhaltsstoffe hat, als die hellere "Typ A" Sorte.

 

100 g Ahornsirup hat 266 kcal und besteht aus ca. 70 % Zucker.

Es gibt natürlich noch mehr Zuckeralternativen, wie z.B. Stevia, Dattelzucker oder überreife Bananen.

 

Ich habe euch in diesem Artikel die Varianten vorgestellt, die meiner Meinung nach einer echten Alternative zu Industriezucker am Nächsten kommen.

 

Aber auch wenn diese Süßungsmittel alle deutliche Vorteile mitbringen, gilt doch auch hier:

 

Die Menge macht das Gift!

 

Das beste Mittel für eine gesunde Ernährung ist abwechslungsreiche Ausgewogenheit- einseitige Ernährung ist immer schlecht und zuviel Süßkram ist nie gut.

 

Wie immer hoffe ich, dass euch dieser Artikel gefallen hat und euch weiterhelfen konnte.

Bei Fragen schreibt mir einfach oder hinterlasst einen Kommentar.

 

Eure Alissa Schenkel

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